Die LaHö-Gemeinde und die Corona-Krise

Zwischenbemerkungen des Ältestenrates aus der Klausur vom 18./19. April 2021

Der Ältestenrat der Gemeinde der Langensteinbacher Höhe konnte sich am 18./19. April zu seiner Klausur treffen. Es scheint uns sinnvoll, einige Zwischenbemerkungen zu geben zur Ermutigung, zur Orientierung und zur Hilfestellung.

 

Wir sind Gott unendlich dankbar für Seine Hilfe im vergangenen Jahr. Er hat uns nicht nur finanziell geholfen, sondern uns auch vielfältige Unterstützung erleben lassen für unsere Gemeinde und in unserer Gemeinde. Viele haben sich mit eingebracht, um in diesen außergewöhnlichen Zeiten Gottesdienste zu ermöglichen, Kleingruppen-Gottesdienste durchzuführen, Kontakte zu halten auch in spannungsgeladenen Zeiten und sich insbesondere um die zu kümmern, die durch diese Krise in ganz unterschiedliche, große Nöte gekommen sind. Wir wollen herzlich danken für alle Hilfe, die wir erfahren haben, und bitten um Euer treues Fortsetzen. Es gilt: „Habt acht aufeinander“ (Hebr. 10, 24) und: „Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden“ (Gal. 6, 9).

 

Wir sehen uns in den vergangenen Monaten ununterbrochen bestätigt, uns in unseren Entscheidungen immer wieder fest zu machen an den Worten unseres Gottes, an seinen Maßstäben, an den Prioritäten, die Er setzt, um nicht in dem Treibsand der Meinungen unter zu gehen. Er hat uns insbesondere darin bestätigt, dem gottesdienstlichen Leben eine sehr, sehr hohe Priorität einzuräumen und mit allen Möglichkeiten daran zu arbeiten, dass Gottesdienste nicht nur im digitalen, sondern auch im präsenten Raum erhalten bleiben.

 

Bei unserer Einschätzung, dass gottesdienstliches Leben höchste Priorität hat, bei aller notwendigen Beachtung der rechtlichen und gesundheitlichen Lage, bewegen uns immer wieder diese „Lebenswurzeln“ der Gemeinde: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet“(Apg. 2, 42). Das alles geschieht transparent, öffentlich und nach außen hin verantwortlich und erklärbar (Dan. 6, 11). Wir leben so, wie wir leben, nicht nur um unsretwillen, sondern vor allem auch um Seinetwillen und um der Menschen willen.

 

Bei allen unmittelbar zu beachtenden gesundheitlichen Aspekten beobachten wir mit großer und wachsender Besorgnis die dramatischen Auswirkungen des Maßnahmen-Paketes. Um nur exemplarisch einige zu nennen: Wir sehen die vielfältige Not für unsere Kinder und Jugendlichen – der Lebensraub an dieser Generation ist erschreckend, wir erkennen die vielfach chronischen Überforderungen der Familiensysteme, wir erleben die monatelangen, folgenschweren Kranken- und Senioren-Einschränkungen als unerträglich, wir beobachten die vielfach angststeuernde und Gesellschaft tief verstörende Vorgehensweise im gesellschaftspolitischen Raum – die Liste könnte noch lange fortgeführt werden. Wir klagen Gott unsere Not, wir flehen zu ihm, wir wollen im Umfeld unserer Gemeinde helfen, wo es nur irgendwie möglich ist, damit geistliches Leben erhalten bleibt, gestärkt und gefördert wird.

 

Wir beobachten natürlich auch diese gesellschaftspolitische, geistige Entwicklung mit einem am prophetischen Wort orientierten Leben: „Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen“ (2. Petr. 1, 19). Gemeinde Jesu ist die kleine Herde (Lk. 12, 32) ohne entscheidende innerweltliche Lobby, mit ihren Anliegen innerweltlich nachvollziehbar als nicht systemrelevant erkennbar, doch tief geborgen, gehalten, gefestigt, getröstet, bewahrt, geführt von Jesus Christus. Wir erleben Ihn in diesen Monaten in besonderer Weise als unser großes Glück, unseren festen Felsen, unsere von Angst befreiende Hoffnung, unsere absolute Autorität.

 

Wir werden mit ganzer Kraft unseren Weg fortsetzen, den er uns bisher gewiesen hat, uns mit allen Möglichkeiten dafür einsetzen, dass die Einheit der Gemeinde erhalten bleibt und wir uns im Leben unserer Gemeinde nicht in die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen auseinander dividieren lassen. Wir werden auch weiterhin versuchen, im Rahmen der rechtlichen Vorgaben und gesundheitlichen Erfordernisse unser gemeindliches Leben aus zu üben. Die vor uns liegenden wärmeren und helleren Monate verhelfen uns zu vermehrten Veranstaltungen im Freien und auch unsere Hybrid-Modelle (digital und präsent) werden fortgesetzt.

 

Es ist uns im Ältestenrat wichtig geworden, daran zu erinnern, was in der Predigt am 11. April zu

Kol. 4, 7ff zur Gemeinde formuliert wurde: Wir wollen voneinander wissen, um zu tragen, zu helfen und zu beten, wir wollen umeinander ringen, auch wenn uns vieles auseinander zu reißen droht, und wir wollen miteinander dienen, denn gerade jetzt gilt es, im Geist von Jesus Christus unterwegs zu sein.

 

„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus“ (Phil. 4, 4-7).

 

Ältestenrat der LaHö-Gemeinde

18./19. April 2021

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