Seniorentag 2017

Seniorentag 2017: „ER IST TREU!“ - Ermutigung für anstrengende Wege

 

Drei Vorträge voller Hoffnung, Erwartung und Verheißung erwärmten das Herz von uns ca. 230 Teilnehmern.

 

Pfarrer Hanspeter Wolfsberger:

Seine Grundlage war der Text Josua 14, 6-13. Kaleb war ein Mann, der erst im Alter richtig loslegte. Er sprach mit 85 Jahren: „Wie meine Kraft mit 40 war, so ist sie heute noch“. Und wie wird man wie Kaleb? Nicht nach hinten schauen, nicht nörgeln, sondern dankbar sein, mit einem wachen Geist, den Horizont erweitern, milder, barmherziger und zurückhaltender in der Beurteilung anderer werden. Die Nöte sind im Alter oft zahllos, aber der Herr ist mehr. Und: so gehen wir in den Fußspuren Kalebs, dieses einfachen und unkomplizierten Mannes. Wir alle stehen im Angesicht der Ewigkeit, lasst uns Kalebs-Gestalten werden, mit einem neuen Geist.

 

Pfarrer Dr. Markus Müller…

…sprach über die Lebensplanung für Fortgeschrittene und was wir nie früh genug bedenken können. Richtig mutmachend vernahmen wir, dass wir nicht älter, sondern jeden Tag jünger werden, weil wir eiligen Schrittes auf die Ewigkeit zugehen. Bedeutet das Alter ein Loslassen und Verlieren oder ein Erstarken und Gewinn? Ein dem Tod entgegen gehen oder ein dem Leben entgegen gehen? Liebevoll umschrieb Dr. Müller den „Garten des Alters“. Von dem Reichtum, den verborgenen Schätzen und Perlen, vom tiefen Sinn im Älterwerden. Wie wäre es, wenn wir am Ende unse-

res Lebens unseren Nachkommen ein Vermächtnis hinterlassen, ein ewigkeits-bezogenes, reich an Bibelwissen und Lebenserfahrungen, mit Erlebnissen mit unserem Herrn und Heiland?

Der Schlüssel zur wahren Reife ist die Dankbarkeit. Man kann das Alter lieben oder hassen. Geduld, ein Lächeln und Dankbarkeit erhellen den grausten Tag. Dies fällt uns nicht schwer, wenn wir die SINNFRAGE unseres Lebens geklärt haben. Und dürfen die wahre Schönheit des Alters erleben, sind nicht Sklaven des Jugend - und Gegenwartoptimierungswahns. Ein mit Gott versöhnter Mensch weiß, dass das Alter kein Abstieg, sondern ein Aufstieg ist zu Jesus Christus.

 

Pfarrer Hanspeter Wolfsberger:

Wir sind unterwegs auf der Zielgeraden des Lebens. Psalm 90 lehrt uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Rückblickend lassen wir immer öfter unser Leben Revue passieren. Und die gemachten Fehler stehen vor uns. Doch Gott gewährt uns eine zweite Chance und nimmt unsere Bitte um Vergebung an. Und berechtigte Ewigkeitshoffnung zieht in uns ein. So dürfen wir bei allen sich häufenden Schwierigkeiten des Alters ein JA zum Älterwerden finden, Leib und Seele werden einverstanden mit dem, was Gott sagt. Denn wer im Letzten geborgen ist, der kann im Vorletzten loslassen. Wir haben eine wunderbare Zukunftsperspektive und können von Herzen sagen: O Ewigkeit, du schöne, mein Herz an dich gewöhne, mein Heim ist nicht von dieser Zeit.
Rita Bartolomé