Männertag 2016

„Bleib dran an Gott, sein Wort bleibt ewig. Wer an ihm bleibt hat Teil an seiner Herrlichkeit."

Kein anderer Vers hätte das Leitthema besser zusammenfassen können als diese Zeile von Jörg Streng, der mit feinsinnigen Texten und entspanntem Gitarrenspiel die etwa 250 Besucher auf dem Männertag 2016 am 16. April musikalisch begleitete. Thematisch stand dieser Tag unter dem Thema „Was kostet Glaube? Vom Preis der Nachfolge“.

 

Den Samstagvormittag eröffnete Prof. Dr. Helge Stadelmann, Altrektor der Freien Theologischen Hochschule Gießen, mit einer Predigt über die unablässige Nachfolge des Apostels Paulus. Er beschrieb, dass Paulus bei der Begegnung mit Jesus von der ganzen Wucht der Herrlichkeit Gottes getroffen wurde und somit nicht anders konnte, als sein Leben in den Dienst Jesu zu stellen und davon nicht abzulassen.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen hielt der bekannte Jugendevangelist und Autor Dr. Theo Lehmann einen Vortrag. „Mitten aus seinem Leben“ berichtete er anhand einiger Schlaglichter, was die Kosten seiner Nachfolge waren. Als Pfarrer in der DDR, der aus seiner staatskritischen Haltung kein Geheimnis machte, stand er unter Beobachtung durch die Stasi, wurde von ihr drangsaliert und bespitzelt - bis in den engsten Freudekreis hinein. Besonders eindrücklich war seine Schilderung, wie die ständige Angst vor einer Inhaftierung sich selbst bis in die Köpfe seiner Kinder festsetzte. Auch schilderte er Gottes konkretes Handeln, so dass auch das perfideste Staatsystem keinen direkten Zugriff auf ihn hatte.

 

Anschließend standen drei unterschiedliche Seminare zur Auswahl. Angeboten wurde durch Reiner Wörz die aktuelle Weltsituation im Lichte des prophetischen Wortes. In dem Seminar von Norbert Rose ging es um die größte Gnade, die von Gott geschenkt ist: sich selbst loszuwerden, um sich selbst zu finden. Als dritter Workshop beschrieb Dr. Claus-Jürgen Gros, inwieweit Belastung und Stress einen positiven Einfluss auf die menschliche Leistungsfähigkeit haben kann.

 

Prof. Stadelmann leitete mit seiner zweiten Predigt den Abschluss des Männertags ein. Anhand konkreter Beispiele berichtete er, dass Jesus zu folgen eine Nachfolge in den Sturm ist. Die Zusage aber, dass wir Anteil an Gottes Herrlichkeit haben werden, steht unverrückbar fest! Darum gilt es sich für ihn zu entscheiden  - und dann niemals zurück.

 

Ich bin dankbar, dass unser Herr Kraft und Zuversicht schenkt wenn sie gebraucht wird und dass trotz aller Anfechtung und allem Leid sein Wort über allem steht. Mich hat dieser Tag wieder neu ermutigt fest zu stehen und nicht zu wanken – es lohnt sich!

Patrick Mees