Israelreise 2015

Ein Wunder für uns Christen und ein stetes Ärgernis für die Welt. Eine spannungsgeladene Atmosphäre für Israelis und ein »Nach-Hausekommen « für uns Gläubige. Eine stete Präsenz der Bibel und ein Wettkampf von Religionen um die Heiligen Stätten.

Diese Gegensätze haben uns innerlich, menschlich und geistlich mobilisiert. Wie es anhand der perfekten Vorbereitungen durch Eckhard Maier nicht anders zu erwarten war. Dass daraus eine von Harmonie getragene und nicht überanstrengte Reise wurde – das ist Gnade Gottes. Die wir gleich am ersten Morgen aufregend erlebten. Wer hat schon einmal einen Vollmond mit anschließendem strahlendem Sonnenaufgang am Strand von Haifa erlebt? Wir sortierten noch unsere Gedanken von Deutschland über die Schweiz mit der Ankunft um 2.00 Uhr Nachts in Tel Aviv. Aber gerade diese ungewöhnliche Herausforderung brachte unsere Gruppe – 79 Personen im Alter von 11–81 Jahren schnell zusammen. Auch durch das anschließende Picknick um 8.30 Uhr auf dem Karmel.

Jeder Tag mit zwei Bussen und israelischen Reiseleitern war ein vorbereitetes Abenteuer, getragen von einer wertschätzenden und fürsorgenden Atmosphäre. Das Thema »Wasser der Lebens« haben wir vom hohen Norden bis zum äußersten Süden in allen Variationen bestaunt. Von der antiken Wasserversorgung mit uralten Brunnen und einer Bewässerungsanlage von König Hiskia bis zu modernsten Entsalzungsanlagen mit Wasserkanälen durch die Wüste. Palmenoasen und Gemüsewunder, High Tech des Gottesvolkes. Auch ich erlebte Wasser existentiell. Als ich am Morgen mitten in der einsamen Wüste einen Teil der drei mitgenommenen Wasserflaschen verschüttete und es danach zu einem unfreiwilligen längeren Stopp kam, konnte ich ein klein wenig die Kinder Israel in der Wüste verstehen, als sie kein Wasser mehr hatten und auf Wunder Gottes angewiesen waren.

JESUS, IHN hören in
- Bethlehem in einer überfüllten Geburtskirche
- Nazareth innerhalb einer Museumsoase
- Jerusalem durch lärmende Gassen wie damal mit verurteilenden und sehnsüchtigen Blicken

Pastor Andreas Schäfer hielt aufrüttelnde »Tatort- Andachten«. Eine heidnische Kultstätte wie »DAN« und ein »falscher« Altar, mit viel Mühe aus behauenen Steinen hergestellt, werden wir als Warnungen nicht so leicht vergessen. Abraham, Gideon, Maria, Jakob und Hiskia – durchlässig für das Geschenk des Vertrauens. Israel und die Gemeinde Jesu – geliebt bis zum Himmel. Als dankbare Botschafter Israels kehren wir zurück, inspiriert durch Begegnungen mit messianischen Gemeinden und dem ummauerten Bethlehem. Wir segnen Israel und bitten: Maranatha, Herr Jesus.
Angelika Link