Frauentag 2018

Frauentag - „Isch des schee, wenn mir Weiber onder uns senn!“

 

Ja, liebe Sefora Nelson, des war schee. Für alle Nicht-Schwaben: Der Frauentag war wunderschön! Unter dem Tagesthema Jesu geh voran – Gottes Wege gehen haben sich am 3. März ca. 600 Frauen auf der LaHö eingefunden, um an diesem Tag gemeinsam ein kleines Stück Weg zu gehen. Ein Stück Weg, das uns gestärkt und angespornt hat, da wir Wegzehrung von Jesus selbst bekommen haben. Als Vorangeher möchte er uns auf unseren individuell herausfordernden Wegen ermutigen, verändern und prägen. 

Wertvolle Wegbegleiterinnen waren an diesem Tag die drei Referentinnen Noor van Haften, Sefora Nelson und Cornelia Mack. Sie haben uns Einblick gegeben in ganz unterschiedliche Wegführungen Gottes, in die Tiefen seines Wortes und uns dabei das Wesen unseres Hirten Jesu neu vor Augen geführt.

Erfahrungen auf dem Gottesweg lautete das Thema von Noor van Haften. In ihrer feinen Art, ganz nah am Bibeltext zu bleiben und dennoch immer wieder mit neuen Aspekten ihrer Auslegung zu überraschen, betrachtete sie mit uns das Leben Abigails. In 1. Samuel 25 wird diese als Frau von gesundem Verstand und schöner Gestalt bezeichnet. Obwohl sie in einer Ehe mit Nabal, einem harten und boshaften Mann lebte, wurde sie nicht bitter. Sie hat ihr Herz behütet und das Negative in ihrem Leben nicht dominieren lassen. Die schwierigen Umstände ihres Lebens haben sie näher zu Gott gebracht, an ihn hat sie ihr Herz gehängt. Noor van Haften sprach von einer Antenne, die Abigail dadurch für Gott entwickelt hat. Dadurch war sie fähig, David davor zu bewahren, sich zu versündigen. Sie hielt ihn erfolgreich davon ab, Rache an Nabal zu nehmen.

Ganz praktisch wurde es bei dem Thema Frauen in emotional schwierigen Lebensumständen – Orientierung auf dem Gottesweg von Cornelia Mack. Ihre konkreten Orientierungshilfen veranschaulichte sie durch Alltagsbeispiele, persönliche Erfahrungen und klare Bezüge zum Wort Gottes. Hilfreiche Tipps für unsere Herausforderungen auf unschönen Wegstrecken gab sie beispielsweise indem sie an uns appellierte, das Wort Gottes auswendig zu lernen - als Schatz, der in einzelnen Situationen abrufbar ist. Und sie erläuterte, wie hilfreich es sei, den Gedankenstopp einzuüben und bestimmte Gedanken nicht mehr zuzulassen.

Musikalisch und schwäbisch umrahmt wurden die beiden Vorträge von Sefora Nelsons humorvoll erfrischenden und gefühlvollen Art. Sie hat uns mit hineingenommen in ihre prägende Auszeit, einem erst vor kurzem beendeten Sabbatjahr, da sie ihre Stimme verloren hatte. Komm, mir zwoi hauad ab! Dieser sanften Aufforderung Jesu kam sie nach, auch wenn es schmerzhaft war. Sie durfte erleben, wie unser Hirte sie ein Jahr lang gebettet hat und so manche Wahrheit vom Kopf ins Herz sackte. Zweifellos war ihr Konzert in der Mittagspause ein weiterer Höhepunkt des Tages, das Mittagstief blieb aus. Egal ob es ein alter Choral oder ein neues Kinderlied war, ihrer klaren und wunderschönen Stimme hätten wir gerne noch länger gelauscht.

Schee wars. Und es tat gut. Ausgerüstet mit frischer nahrhafter Wegzehrung im Gepäck machen sich 600 Frauen wieder auf nach Hause in ihren Alltag mit herausfordernden und kaum begehbaren Wegstrecken, tiefen Tälern und grünen Weiden. Dinah Kauter

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