Frauentag 2017

Ca. 600 Frauen hatten sich am 4.2. zum Frauentag eingefunden. Zum Thema des Tages „Vertraue mir!“ begrüßte Susanne Schäfer zunächst den Pianisten Michael Schlierf, der es verstand altbekannte Choräle auf geniale Weise zu vertonen.

Nach seiner musikalischen Vorstellung führte die den meisten bekannte Referentin Noor van Haaften ins Thema ein. Sie hatte sich aus 1.Mo. 16 Hagar, die Magd Sarais, ausgewählt. In ihren Ausführungen betonte sie das Ausgeliefertsein einer Magd, die aufgrund ihres Standes immer über sich bestimmen lassen musste. So wurde über Hagar auch entschieden als zweite Frau des Abraham ein Kind für Sarai zur Welt zu bringen. Damit war ein Konflikt heraufbeschworen worden, denn es kam während dieser Schwangerschaft zu heftigen Machtkämpfen zwischen den beiden Frauen. Schließlich stürmte Hagar davon, in Richtung Wüste. Dies schien ihr die letzte Rettung zu sein. Keineswegs wäre sie jetzt bereit gewesen zu ihrer Herrin zurückzukehren. Sind uns ähnliche Situationen nicht auch aus unserem Alltag bekannt? Zurück zu Hagar: Sie wird in ihrer Trostlosigkeit gefunden: Der Engel des Herrn - so heißt Jesus im AT- findet sie an einem Brunnen. Er, die Quelle lebendigen Wassers, sieht sie in ihrer Not. Deshalb weicht sie auch seinen Fragen nicht aus: „ Hagar, wo kommst du her, und wohin willst du?“ Ja, Gott macht keine Vorwürfe. Er kommt um aufzurichten. Jedoch macht er Hagar klar, dass sie ihre Einstellung ändern muss. Außerdem erhält sie seine Zusage bezüglich ihrer Nachkommenschaft. Voller Dankbarkeit gibt sie daraufhin Gott einen Namen: „Du bist der Gott, der mich sieht!“

Für mich war in diesem ersten Vortrag bedeutungsvoll, dass ich erst, wenn ich mich in Bewegung setze, mit der Kraft meines HERRN rechnen kann.

In der Mittagspause gab es die Möglichkeit an einem Interview mit der Pfarrerin Bärbel Wilde teilzunehmen. Auf die „Vertrauensfrage“ angesprochen, antwortete sie: “Vertrauen ist ein Geschenk, mit dem ich persönlich einen Weg zur Lebensbewältigung gezeigt bekam.“ „Vertrauen ist mit gutem Grund etwas zu wagen“, das war Ulrich Parzanys Antwort auf die ihm am Nachmittag gestellte Frage. Mit dem Text aus Joh. 20,11-18 wollte er aufzeigen, wie Gott mit uns Geschichte macht. Am Beispiel der Maria Magdalena verdeutlichte er, wie sie nach Jesu Auferstehung am leeren Grab steht und Trost sucht. Sie findet ihn erst, als Jesus sie beim Namen nennt. Jetzt kann sie glauben, dass er lebt. Sie ist bereit seinen Worten zu gehorchen. So wird sie zur Botin Gottes. Wie wunderbar, dass dies auch für uns gilt!

Christel Krasberg